Leinnerhaus in Eisenstadt
© Burgenländisches Landesarchiv
Am 14. September 1926 fand im Leinnerhaus in Eisenstadt, die Eröffnung des Burgenländischen Landesmuseums statt.

1926 - 2026 | 100 Jahre Landesmuseum Burgenland

25.08.2026 | Zum Jubiläum erzählen zwei Sonderausstellungen ab 23.09.2026 von den Anfängen und der Geschichte des Landesmuseums.

Am 14. September 1926 fand im Beisein von Bundespräsident Dr. Michael Hainisch die feierliche Eröffnung des Burgenländischen Landesmuseums statt. Erster Standort des Museums war die sogenannte „Wolf-Leinner-Realität“, die vom Eisenstädter Philanthropen Sándor Wolf kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. 2026 feiert das Landesmuseum Burgenland sein 100-jähriges Bestehen – ein bedeutendes Jubiläum für eine Institution, die seit ihrer Gründung die Geschichte, Kultur und Identität des Burgenlandes sammelt, bewahrt und vermittelt.

Da das Landesmuseum aufgrund umfassender Sanierungs- und Umbauarbeiten bis 2027 geschlossen bleibt, wird das Jubiläum an zwei besonderen Orten in Eisenstadt begangen: im Leinnerhaus, dem ersten Standort des Museums, sowie im Österreichischen Jüdischen Museum. 

Zwei Sonderausstellungen widmen sich der Geschichte des Hauses, seinen Sammlungen und jenen Persönlichkeiten, die die Anfänge des Landesmuseums maßgeblich geprägt haben. So kehrt das Landesmuseum im Jubiläumsjahr nicht nur symbolisch zu seinen Wurzeln zurück, sondern öffnet zugleich neue Perspektiven auf seine bewegte Geschichte.


Das Landesmuseum und seine Sammlungen 
im Leinnerhaus

Im heutigen „Leinnerhaus“ in der Ruster Straße widmet sich eine Pop-up-Ausstellung den Anfängen des Burgenländischen Landesmuseums und seiner Sammlungsgeschichte. Von den Herausforderungen der Gründungszeit bis zur Entwicklung des Museums hin zu einem modernen Ausstellungszentrum wird die Geschichte des Hauses an seinem ersten Standort gezeigt. Das „Leinnerhaus“ war in der Zeit von 1926 bis 1938 Magazin, Ausstellungs- und Bürostätte zugleich. 1938 erfolgte die Übersiedlung des Landesmuseums in das vom NS-Regime
beschlagnahmte „Wolf-Museum“. Nach Regelung der Eigentumsverhältnisse in den Nachkriegsjahren blieb das Haus in der Museumgasse Unterkunft für das Landesmuseum und wird derzeit generalsaniert. Zum Jubiläum stattet das Landesmuseum seinem Ursprungsort einen Besuch ab.

Eröffnung: Mi, 23. September 2026

Leinnerhaus Eisenstadt
Ruster Straße 12 - 16, 7000 Eisenstadt


Das Landesmuseum und das Judentum 
im Österreichsichen Jüdischen Museum Eisenstadt

Die Sonderausstellung im Österreichischen Jüdischen Museum in Eisenstadt zeigt die starken Verbindungen des Judentums bei der Gründung des Landesmuseums Burgenland vor 100 Jahren sowie in dessen Frühzeit. Vier herausragende Persönlichkeiten mit jüdischen Wurzeln
– Sándor Wolf, Karl Haulaunbrenner, Alphons Barb und Michael Ferdinand Bothar – standen am Beginn der Geschichte des Landesmuseums und der landeskundlichen Forschung im Burgenland. Ihre Lebens- und Leidenswege in der NS-Zeit und ihr religiöses Selbstverständnis könnten unterschiedlicher nicht sein. Thematisiert werden auch die Sammlungstätigkeit Sandor Wolfs, die Ursprünge des Jüdischen Zentralarchives und der Umgang mit den jüdischen Sammlungsgegenständen in der NS- und der Nachkriegszeit.

Eröffnung: Mi, 23. September 2026

Österreichisches Jüdisches Museum
Unterbergstraße 6 , 7000 Eisenstadt