8000 Jahre Siedlungsgeschichte im Überblick
Das Burgenland blickt auf eine außergewöhnliche Siedlungsgeschichte zurück, die mehr als 8.000 Jahre umfasst und bis heute in zahlreichen bedeutenden archäologischen Fundstätten sichtbar ist. Um diese einzigartigen Zeugnisse systematisch zu erforschen und zugleich für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen, wurde der neue Masterplan Archäologie entwickelt. Er bündelt acht zentrale Leuchtturmprojekte im gesamten Landesgebiet und verbindet wissenschaftliche Arbeit mit nachhaltigem Kulturtourismus.
Prähistorie und frühe Kulturlandschaften erleben
Zu den wichtigsten Projekten zählen die prähistorischen Kreisgrabenanlagen von Rechnitz, von denen gleich drei an einem Ort erhalten sind. Geplant ist eine dauerhafte Einrichtung, die fundiertes Wissen vermittelt und einen attraktiven Aufenthaltsort für Besucherinnen und Besucher schafft. In Schandorf rückt die Hallstattzeit in den Mittelpunkt. Ein bewusst nachgebildetes Hügelgrab ermöglicht einen anschaulichen Zugang zu dieser Epoche und bildet den Ausgangspunkt für einen archäologisch begleiteten Wanderweg, der unter anderem zur historisch bedeutenden Wehrstadt Burg führt. Auch hier ist eine archäotouristische Nutzung vorgesehen.
Römisches Erbe als kultureller Anziehungspunkt
Als bekannteste Fundstätte gilt die römische Villa Urbana in Bruckneudorf. Neue Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass sie einst als bedeutendes Logistikzentrum diente, insbesondere zur Versorgung der nahegelegenen Provinzstadt Carnuntum. Auch dieses Areal soll künftig stärker als kultureller und touristischer Anziehungspunkt positioniert werden.
Archäologie nachhaltig für die Zukunft sichern
Mit dem Masterplan Archäologie setzt das Burgenland einen klaren Akzent auf den verantwortungsvollen Umgang mit seinem archäologischen Erbe und schafft zugleich neue Möglichkeiten, Geschichte lebendig, verständlich und nachhaltig zugänglich zu machen.
