Dumme Gans?

Eine Kulturgeschichte im Federkleid

Sonderausstellung | 26. Februar - 27. November 2016

Als schnatternde Hausgans, als Naturschauspiel beim Gänsestrich im Nationalpark oder als saftiges Martinigansl: Die Gans war und ist im Burgenland allgegenwärtig! Da sie einst den Hl. Martin durch ihr Geschnatter in Schwierigkeiten brachte, in Brauchtum und Legende daher eng mit ihm verknüpft ist, widmet das Landesmuseum Burgenland der Gans im Martinsjahr 2016 eine Ausstellung. 

Diese zeigt die erstaunliche Lebensweise der – gar nicht dummen - Wildgänse und die Attraktion des herbstlich-mystischen Schauspiels des Gänsestrichs am Neusiedler See. In kulturgeschichtlicher Sicht bedeutete die Gans nicht nur Fleisch und Eier, sondern war ein wesentlicher Teil der bäuerlichen Arbeit: die Kinder als Gänselieseln, die Frauen beim winterlichen Federnschleißen, die Gans selbst als Zinszahlung an den Grundherren am Martinitag. Traditionelle Sagen und Märchen ranken sich um die Gans und sie prägte einst das Bild der burgenländischen Dörfer. Die Ausstellung schlägt auch eine Brücke zu traditionellem Handwerk, wie den berühmten Stinatzer Ostereiern. 

Kuratoren
DI Harald Grabenhofer, Mag. Gert Polster

Mitarbeit
Mag.a Andrea Grabenhofer, Mag.a Elke Ferderbar

In Kooperation mit
dem Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel