Schicksalsjahr 1938

NS-Herrschaft im Burgenland

27. April - 4. Nov. 2018 | Landesmuseum Burgenland & Österreichisches Jüdisches Museum

Im Jahr 2018 gedenkt das offizielle Burgenland der Ereignisse um den „Anschluss“ Österreichs und des Burgenlandes im Jahr 1938 an das Dritte Reich. Dazu richtet das Landesmuseum eine Sonderausstellung aus, die den Titel „Schicksalsjahr 1938. NS-Herrschaft im Burgenland“ trägt.

Die Ausstellung setzt sich mit den Ereignissen im Burgenland auseinander, die in Folge zum „Anschluss“ an Hitlerdeutschland geführt haben, beschreibt die Stimmung dieser kritischen Märztage des Jahres 1938 und erzählt die Schicksale der Menschen, deren Leben sich in diesem schicksalshaften Jahr grundlegend ändert. Mit „Zucker und Gift“ beschreibt ein Zeitzeuge die Stimmung der ersten Monate der Naziherrschaft, in der das Regime versucht, sich von der besten Seite zu zeigen. Wenn es auch eine Art Aufbruchsstimmung nach den sechs Jahren „austrofaschistischer“ Ständediktatur gibt, so entblößt der NS-Staat sehr bald sein wahres Gesicht. Unmittelbar nach der Machtergreifung beginnt die Verfolgung der burgenländischen Juden, Roma und politisch Andersdenkenden.

Private Filmaufnahmen, Fotos, Plakate und persönliche Erinnerungsstücke erzählen die Geschichte dieses schicksalshaften Jahres. Auch Zeitzeugen kommen zu Wort, um ihre individuellen Lebens- und Überlebensgeschichten zu erzählen.

Die Ausstellung „Schicksalsjahr 1938. NS-Herrschaft im Burgenland“ ist ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Landesmuseums Burgenland und des Österreichischen Jüdischen Museums in Eisenstadt an zwei Ausstellungsorten. 

KuratorInnen: Mag. Dieter Szorger, Dr. Pia Bayer, Mag. Gert Polster
 

Themenführung
für BesucherInnengruppen gegen Voranmeldung
Führungszuschlag: € 29,- pro geführter Gruppe