Dauerausstellung

Die Dauerausstellung zeigt zahlreiche „Schätze“ burgenländischer Geschichte, Kultur und Identität. Der inhaltliche Bogen umfasst die Naturkunde des Burgenlandes (Geologie/Paläontologie, Biologie) ebenso wie das Wirken des Menschen (Archäologie, Geschichte des Landes, Musikgeschichte, Bildende Kunst und Volkskunde) und bietet einen informativen Gesamtüberblick über die Entwicklung des Burgenlandes und des umgebenden pannonischen Raumes von den Anfängen bis in die heutige Zeit. Das Landesmuseum erzählt auf drei Etagen 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte.

 

LebensBilder

(Erdgeschoss)

Im Erdgeschoss kann sich der Besucher darüber informieren, was typisch burgenländisch ist, welche Besonderheiten kunsthandwerklicher Tradition das Burgenland zu bieten hat und wie sich das Gesicht des »Landes der Dörfer« gewandelt hat.
Die Geschichte des Hauses wird ebenso erörtert wie der Ursprung der heutigen Sammlung. Anhand von Einzelschicksalen wird das Entstehen des selbstständigen österreichischen Bundeslandes Burgenland und seine Entwicklung bis zur Jetztzeit nachgezeichnet.
 
Auch an das Burgenland sind einprägsame Bilder und Vorstellungen geknüpft:
der Heilige Martin, das Fiata, die Tamburizza, das Landeswappen und andere mehr. Die Namensgebung selbst ist für das »Land der Burgen« schon eine Besonderheit, seine Grenzlandsituation im Spannungsfeld zwischen West und Ost und das Zusammentreffen von pannonischem und kontinentalem Klima ebenfalls.
 

LebensRäume

(Obergeschoss)

Die große Musikgeschichte (mit Audioguides)
Ein Streifzug durch die burgenländisch-pannonische Musikgeschichte. Das Burgenland - das jüngste österreichische Bundesland, das 1921 auf dem Boden der bisher westungarischen Grenzregion errichtet wurde - besitzt  eine der reichsten Musiktraditionen Europas. Die vielfältigen Verflechtungen zwischen österreichischen, ungarischen, kroatischen und jüdischen Traditionen waren ein besonders fruchtbarar Nährboden für die Entfaltung musikalischer Begabungen. Der Bogen spannt sich dabei von der fürstlichen und bürgerlichen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts über die beiden herausragenden Musikerpersönlichkeiten Joseph Haydn und Franz Liszt, die Musik der burgenländischen Volksgruppen bis hin zur zeitgenössischen Musik lebender Musiker und Interpreten.

Zugleich ist dieses Land aber immer auch ein reiches Land, reich an Natur- und Kulturgütern, gesegnet mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt und einer Vielzahl an Thermen und Mineralwässer.

Der Besucher kann sich hier über diese Vielfalt eingehend informieren. Interessante fossile Funde sind ebenso zu sehen wie ein ganzes Panorama der Tier- und Pflanzenwelt, die Geschichte des Landes, Schatzfunde, geologische Besonderheiten, die Naturschönheiten wie z.B. der Nationalpark Neusiedler See –Seewinkel ebenso wie die touristische Nutzung dieser und anderer Sehenswürdigkeiten.
 

LebensSpuren

(Untergeschoss)

Der burgenländisch-westungarische Raum vom 6. Jahrtausend vor Christus bis zum Ende der Römerzeit: Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft.
In einer spannenden Reise durch die Jahrtausende entführt, erhält der Besucher Einblick in die archäologisch nachweisbare Weinkultur, die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, die religiösen Vorstellungen sowie das Leben und Wohnen in der Vorzeit.
 Hier wird auch der Kulturaustausch mit anderen Ländern thematisiert, da dieser entscheidend zu den kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklungen der gesamten pannonischen Region beigetragen hat.
 

Wegen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung wurde der »Römischen Bernsteinstraße«, wie der uralte Handelsweg ab dem 19. Jahrhundert genannt wurde, ein eigener Raum gewidmet. Ohne einen unwirtlichen Alpenpass überqueren zu müssen, gelangte man von der Adria bis an die Donau, von Aquileia bis nach Carnuntum. An dieser Nord-Süd-Verbindung lagen bereits wichtige prähistorische Siedlungen und auch bedeutende Erzlagervorkommen.

 

  • Besichtigung
  • Themenführung
  • Mitmach-Führungen für Kinder